Pfarrer Hans Kratz (links) segnete das neue Mannschaftstransportfahrzeug, das die Feuerwehr mitbezahlt hat.
Wehrführer Jules Bonadt freut sich über den Ersatz.
wita/Mallmann
Vom 14.05.2007
svf. NIEDERNHAUSEN Mit einem Festkommers hat die Freiwillige Feuerwehr Engenhahn ihr 75-Jähriges Bestehen gefeiert. Das schönste Geschenk zum Geburtstag, das sich die Wehr teils selbst machte, war das Mannschaftstransport-Fahrzeug, das anlässlich des Jubiläums eingeweiht wurde. Mit einer Diashow, die mit den Schlagworten "Geschichte, Tradition, Technik, Standort, Innovation, Geselligkeit, Image, Leistung, Zukunft, Motivation, Idealismus und Investition" alle Werte und Belange der Jubiläumswehr darstellte, wurde das Kommers eröffnet. Fotos von alten Geräten, alte Zeitungsausschnitte, Fotos von Renovierungen, Feiern und der Gründung der Jugend-Feuerwehr vor 20 Jahren boten eine Überblick über die Vereinsgeschichte. Mit dem Slogan, "Das Wichtigste ist das Team" beendete die Wehr ihre Diashow bei der auch ein Gruppenfoto zu sehen war, das eigens zum Jubiläum geschossen wurde.
Auch Wehrführer Jules Bonadt und Bürgermeister Günter Döring warfen mit den Gästen, die teils sogar aus Berlin angereist waren, einen Blick zurück. Am 21. April 1932 erklärten 19 Männer ihren Beitritt zur freiwilligen Feuerwehr und markierten so die Geburtsstunde der Wehr. Anfangs noch ausgerüstet mit einer Handdruckpumpe auf einem Pferdegespann dauerte es immerhin über 50 Jahre, bis der Wehr im Jahre 1983 ein erstes Mannschaftstransportfahrzeug mit montierter Tragkraftspritze gestiftet wurde und so die Arbeit der Männer erleichtert wurde. Als 1987 die Jugendfeuerwehr gegründet wurde, schaffte man sich in Engenhahn die Grundlage für die Versorgung der Einsatzabteilung mit jungen Kameraden und Kameradinnen und tat auch gleichzeitig viel für die allgemeine Jugendarbeit in Engenhahn. Bonadt und Döring verwiesen auch beide auf das in Niedernhausen viel zitierte "Engenhahner Modell". Es steht für Eigeninitiative der Vereine. Die Engenhahner Wehr hat in Eigenregie einen Ortsbeiratsraum, einen Jugendraum und einen Raum für die Feuerwehr ausgebaut. Heute zählt die Wehr 41 Aktive, unter ihnen drei Frauen. "Außerdem sind wir in diesem Jahr die führende Wehr bei Einsätzen in der Region", so Bonadt.
Das schönste Geschenk zum 75., den Mannschaftstransportwagen, segnete der evangelische Pfarrer Hans Kratz. "Ich wünsche mir, dass die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, die ja Verantwortung für ihr eigenes und das Leben anderer haben, immer auf dem Boden bleiben und dennoch den Blick gen Himmel richten", so die Worte des Pfarrers. Bonadt, der die Schlüssel vom Bürgermeister entgegennahm, stellte auch das Engagement der Wehr heraus. 20000 Euro steuerte der Feuerwehrverein, dessen Vorsitzender Wehrführer Jules Bonadt ist, bei. 35000 Euro übernahm die Gemeinde. Viel Lob gab´s auch für den stellvertretenden Wehrführer Timmy Fischer, der mit viel Herzblut das Feuerwehrfahrzeug geplant habe, das die Wehr dringend nötig habe. Das alte Fahrzeug hat schon über 23 Dienstjahre hinter sich. "Wir haben es zwar gehegt und gepflegt, doch die Anschaffung war nun doch wichtig und funktionierte zum Glück ohne Probleme", so Bonadt.