Der alte Baumbestand war es, der die Goreschians in seinen Bann zog, doch damit begann viel Arbeit, um aus einem vermoosten und verwilderten Grundstück ein herrliches Gartenidyll zu schaffen. Ilona und Jan Goreschian haben das mit Ausdauer geschafft.
Das eigenwillige Haus (Bild: hr)
Ausgangspunkt ist die Terrasse des eigenwilligen Hauses, das der Architekt Oscar Niemeyer entwarf. Der Name ist weit über Architektenkreise hinaus ein Begriff, denn Niemeyer baute Brasilia, die Hauptstadt des südamerikanischen Staates Brasilien.
Der Übergang von Terrasse und Garten (Bild: hr)
Von der Terrasse aus ziehen sich in geschwungenen Linien Beete in den Garten mit leichter Hanglage. Niedrige Buchshecken, die entzückend von eingeschnittenen Kugeln durchbrochen werden, bilden kleine Wege, die immer wieder neue Blickwinkel ermöglichen und dem Besucher Gelegenheit geben, den Garten auf vielfältige Weise zu entdecken. In den Beeten steht eine bunte Mischung von Stauden und Wildblumen, die bis in den Herbst hinein durch die unterschiedlichen Blütenzyklen Farbe in den Garten zaubern.
Steinerner See (Bild: hr)
Die Wege laufen auf ein Kiesbeet zu, das eine Art "See" bildet, umrahmt von hohem Chinaschilf, der im Sommer einen lauschigen Sonnenplatz für einen Deckchair umrahmt. Das Kiesbeet ist eine Anregung aus dem japanischen Gartenbau, Symbolisch stehen die Kiesel für das Wasser und die größeren Steine für Felsen. Eine gute Anregung, für denjenigen, der den optischen Ruhepol einer "Wasserfläche" sucht, ohne wirklich Wasser haben zu wollen. In Goreschians Garten bieten trotzdem Mörtelkübel aus dem Baumarkt die Möglichkeit, dem symbolischen See tatsächliche Wasserpflanzen hinzu zu gesellen.