Zum Abschluss des Jubiläumsjahres besuchte eine Gruppe der Engenhahner Wehr für drei Tage die Metropole an der Seine.
Von unserem aktiven Kameraden Wilfried Schneider glänzend vorbereitet, vom engagierten Hochheimer Reisebüro Schwarz durch geplant und organisiert, und dann wiederum von Wilfried Schneider geleitet, wurde der Ausflug nach Paris für alle Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis.
Alles im Blick - alles im Griff, unser
Chef d` Equipe -Wilfried Schneider
Am Freitag, 21.09. heißt es früh aufstehen für die 24-köpfige Reisegruppe. Bereits um 5:06 ging es pünktlich mit dem RMV-Bus 240 zur S2 nach Niedernhausen und mit dieser zum Hauptbahnhof Frankfurt.
Hier kam es zu einer Panne: Der schnelle Intercity -Express nach Paris stand wegen einer „technischen Panne“, die aber der Bahn-AG-Chef Mehdorn letztendlich zu verantworten hat, nicht zur Verfügung, sodass man sich mit einen normalen Intercity ohne Platzreservierung, dafür aber mit Verspätung, bis Saarbrücken durchschlagen musste.
Dort konnten die Engenhahner in einen französischen TGV aufgenommen werden, der sie dann räumlich getrennt, mit 20-minutiger Verspätung schließlich doch noch an ihr Reiseziel Paris brachte.
Ab dem Bahnhof Paris Est lief alles wie am Schnürchen. Eine freundliche Reisebegleiterin wartete schon am Bahnsteig und geleitet die Engenhahner Gruppe zu einem bequemen Reisbus, der sie samt Gepäck aufnahm und schon ging es los zu einer kurzweiligen mehrstündigen Stadtrundfahrt, vorbei an den bedeutendsten Baudenkmälern und durch die markantesten Stadteile dieser 12-Millionen-Metropole. Durch die einprägsamen Schilderungen der Reisebegleiterin
wurde so schnell ein erster Eindruck über diese Riesenstadt vermittelt und machen schmiedeten schon Pläne, wie sie auf eigene Faust weitere Highlights selbst entdecken bzw. Bekanntes vertiefen wollten.
AmPlace du Trocadérowurde ein Zwischenstopp eingelegt. Hier hat man eine herrliche Aussicht über die links der Seine gelegenen Stadtteile und es entstand vor dem Hintergrund des Pariser Wahrzeichens ein Gruppenbildmit Eiffelturm.
Mit von der Partie waren, von links nach rechts: Wilfried Schneider, Sonja Krause-Woitsch, Sonja Prag, Uli Vogel, Heinrich Harsy,
Irmgard Amstutz, Norbert Amstutz, Markus Schmidt, Gudrun Schneider, Birgit Wohnig, Timmy Fischer, Ralph Hilge, Richard Prag, Jules Bonadt, Tobias Vogel, Manfred Heller, Heidrun Bonadt, Edith Marx, Clemens Marx, Peter Woitsch, Anna Kopp, Alexander Weis, Hugo Wohnig, Heinz Kopp,
Der Platz ist der nördlichste und höchste Punkt einer Achse, die an der Place de Breteuil beginnt und u. a. über dieÉcole Militaire, den Eiffelturm und den Jardins du Trocadéro verläuft.
Gegen 15:30 wurde schließlich das Hotel Mercure in der Pariser Trabantenstadt La D
éfence erreicht, die in mancherlei Hinsicht an das Frankfurter Westend erinnert.
Nach dem Einchecken und Zimmerbeziehen blieb kaum Zeit zur Erholung, denn bereits um 17:00 Uhr traf man sich wieder zu einer gemeinsamen Erkundung dieser Weltstadt.
Von der nahe der Unterkunft gelegenen Metro-Station La D
éfence ging es mit der schnellen Pariser Untergrundbahn Metro Linie 1 zur Stadion Châtelet, mitten im Herzen von Paris.
Von hier gelangt man zu Fuß schnell zu den Gebäuden desMusée du Louvre, der früheren französische Königsresidenz, das heute zu den drei größten Kunstmuseen der Welt zählt. Der Gebäudekomplexliegt im Zentrum von Paris zwischen dem rechten Seineufer und der Rue de Rivoli. Sein Innenhof liegt in einer Linie mit den Champs-Élyséesund bildet damit den Ursprung der so genannten historischen Achse, die über den Jardin des Tulieres, dem Place de Concorde (mit dem Obelisken und großen Brunnen) bis zum Arc de Triomphe, am Place du Carrousel, denRadfans auch als Wendepunkt bei der letzten Etappe der Tour de France bekannt. Diese Strecke beträgt in der Geraden 5 km, kein Wunder das sich die Engenhahner Mannschaft danach in einem typisch französischenRestaurantbeim Abendessen erholen musste.
Der erste Tag in Paris endete danach für einige in den Hotelbetten, einen Großteil zog es noch in das Pariser Nachtleben.
Der nächste Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück, und danach bildeten sich einige Gruppen, die ihr, in erstklassiger Zusammenarbeit mit dem Reisebüro Schwarz, individuell zusammengestelltes Programm abspulten.
Timmy Fischer im Spiegelsaal von Versailles
Auf dem Programm stand unter anderen die Besichtigung des Versailler Prunkschlosses, das vor allem durch Ludwig dem XIV., dem Sonnenkönig, bekannt ist. Hier fanden aber auch nicht nur für die Deutsche Nation äußerst wichtige und schicksalsträchtige Ereignisse statt. Die Kaiserproklamation Wilhelms I. zum deutschen Kaiser am 18.Januar 1871 im Versailler Spiegelsaal, sowie die Unterzeichnung der Versailler Verträge am 28. Juni 1919 an gleicher Stätte hatten weit über unsere Nation hinausgehende weltpolitische Bedeutung.
Am Abend traf man sich im Schatten des Eifelturms um gemeinsam ein Speiselokal anzusteuern, das diesmal von unserer welt- und reisegewandten Birgit Wohnig vorgeschlagen wurde, und die damit einen echten Volltreffer landete. Gut gestärkt endete der Abend mit einer unvergesslichen Lichterfahrt auf der Seine, die uns noch einmal, jetzt zur nächtlichen Stunde, die Stadt mit all ihren vielen, glorreichen, festlich illuminierten Bauten, rechts und links des Flusses, vorbeiführte.
Eiffelturm bei Nacht
Den Sonntagmorgen benutzen viele Engenhahner Reisende dazu, um neben der baulichen Besichtigung von den epochalen Kirchenbauten auch gleichzeitig einen Gottesdienst zu besuchen. Dem Herrn unsere Freude zu zeigen, über die herrliche Fahrt, ihn zu bitten für eine gute Heimreise und auch dafür zu danken, dass er uns in unserem wunderbaren Engenhahn wohnen und leben lässt!
Die Stunden bis zur abendlichen Abreise wurden genutzt , um weitere Sehenswürdigkeiten dieser außergewöhnlichen Stadt in Augenschein zu nehmen. So war eines der letzten Reisehighlights sicherlich der Aufstieg zurBasilique du Sacré-Cœur (Basilikavom Heiligen Herzen), einer römisch-katholischen Wallfahrtskirche, auf dem Hügel von Montmartre, die nach dem Eiffelturmden höchstgelegenen Punkt (von 203 m) der Stadt bildet. Durch die erhöhte Lage sind insbesondere die Treppen vor dem Gebäude bei allen beliebt, die die Aussicht über die Stadt genießen möchten. –bei unserem Besuch spielte sogar ein Musiker auf seiner Gitarre Songs aus den 1960er. und 1970er Jahren in der milden Septembersonne!
Basilique du Sacré-Cœur
Zurück, den Berg hinunter, ging es durch die zahlreichen kleinen Straßen, Gassen, Treppen und Plätze: das „alte Paris“. Früher, zu Zeiten der Belle Epoche lebten Picasso, Renoir, Matisse und andere Künstler auf dem Montmartre. Das Atelier von Picasso (Le Bateau Lavoir) ist noch heute am Place Emile Goudeau zu finden. Die großen Künstler sind mittlerweile gegangen. In dem ehemaligen Atelier von Picasso befindet sich jetzt ein Hotel. Trotzdem ist Montmartre die wohl charmanteste Gegend in Paris.
Jetzt war wirklich der Zeitpunkt zum Abschied von dieser faszinierenden Stadt gekommen. Gepäck holen, und mit dem Shuttle-Bus zum Bahnhof Paris-Est, und nach kurzer Wartezeit ging es vom Gleis 3 aus mit dem ICE Nr: 9559 um 18:54 nach Frankfurt, von dort über wieder mit der S 2 nach Niedernhausen, das kurz nach Mitternacht erreicht wurde. Hier wartete schon treu der ORN-Bus, der alle sicher nach Hause, in unser über alles geliebte Heimatdorf Engenhahn brachte.
Hier endete der 3-Tage-Tripp, der uns von Klaa-Paris in das große Paris und wieder zurück brachte, und allen Teilnehmern war klar, das sollte nicht die letzte Reise dieser Art gewesen sein. Der besondere Dank aller Reisenden gilt dem fürsorglichen Reisebüro Schwarz, dem umsichtigen, geduldigen Reiseleiter (Chef d` Equipe) Wilfried Schneideraber auch dem Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Engenhahn, nicht nur für die organisatorische Arbeit im Vorfeld der Reise.
Geschrieben: Engenhahn im September 2007 von Peter Woitsch