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118ter Geburtstag - Gotteshaus St.Martha


 

Die Zeit der Feiertage geht zunächst mal zu Ende; doch gilt es Perspektiven zu schaffen, denn genau auf den Tag, wird, ja so kann man sagen, das Gotteshaus der Katholischen Kirchengemeinde St.Martha Engenhahn . 118 Jahre . Wie heute, war damals auch ein Sonntag. Also ist Feiertagsstimmung zum Geburtstag angesagt. Nehmen wir unser Kleinod so richtig war? Gibt es Chancen in der Krise? Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude braucht Hilfe, finanzielle Hilfe für die Substanzerhaltung. Es sollte ein flammendes Experiment, am Wahltag zum Europaparlament, aus der Gemeinschaft des Bergdorfes hervorgehen!

 

Bankverbindung St. Martha Engenhahn:  Nassauische Sparkasse,  BLZ 510 500 15,   Kto.Nr.: 238 007 356

 

Sowie im Jahre 1891 ein zunächst Außenstehender Kaplan Schilo die Initiative startete, für den Bau der Kapelle. Überall sammelte er Spenden, diese kamen aus allen deutschen Landen, insbesondere aus dem Rheinland, Westfalen, Schlesien, Ost - und Westpreußen, es kamen russische Rubel, amerikanische Dollars, sogar eine Spende aus Alexandrien und nicht zuletzt aus ganz Europ a. So konnte damals diese Stätte der Begegnung der Menschen in Gott, seinem Wort und seinen Sakramenten geschaffen werden.

 

Von Idstein aus begaben sich die Priester hier in das schön gelegene

Bergdorf Engenhahn, wo nach der Weihe der Kapelle ein Hochamt unter der Teilnahme der ganzen Bevölkerung, von Dekan Wolf, Camberg, zelebriert wurde. - Der Tag wurde im ganzen Dorf festlich begangen, so steht es in der Kirchenchronik in Idstein: Seite 44 und 45

 

Pfarrer Schilo hatte die Kapelle persönlich auf den von ihm erworbenen Grund und Boden (Eigentum) gebaut. Etwas eigenartig, aber Geschichte. Es stellte sich nun die Frage, wie das Eigentum für die Zukunft sicher zu stellen sei, da Engenhahn keine eigene kirch- liche Gemeinde (Rechtssubjekt) bildete und Schritte in dieser Beziehung bei der kirchlichen Behörde keine Aussicht auf Erfolg hatten, so blieb nur die Überschreibung auf die Pfarrgemeinde Idstein übrig. Der Kirchenvorstand erklärte sich bereit, die Kapelle zu übernehmen, ihr den Rechtsschutz zu gewähren, jedoch müsse die Gemeinde Engenhahn, d.h. die dortigen Katholiken die Unterhaltungskosten selbst tragen. Auch erklärte der Kirchenvorstand, keine Schwierigkeit erheben zu wollen, wenn im Laufe der Zeit die bischöfliche Behörde, die Übertragung der Kapelle auf ein anderes Rechtssubjekt verfügen wolle. Die Engenhahner verstanden die Sachlage (Fehlen eines Rechtssubjektes in Engenhahn) nicht und wollten von der Überschreibung auf die Pfarrei Idstein nichts wissen. Da jedoch ein anderer Ausweg nicht fand, so wartete der Pfarrer Schilo die Beruhigung der Gemeinde ab, leitete später die Sache ein und so erfolgte die Übertragung auf die Pfarrgemeinde Idstein durch Akt von 30sten November 1894, also drei Jahre später nach dem Bau der Kapelle, in Form eines Vertrages der betreffenden Gründstücke. Somit war nun alles glücklich geregelt! Regelmäßige Gottesdienste wurden in Engenhahn erst ab 1918 gehalten. Bis dahin mussten die Engenhahner Katholiken an Sonn- und Feiertagen den Weg zur Idsteiner Pfarrkirche machen. Am 01.April 1922 wurde dann formal die Kapellengemeinde St.Martha Engenhahn errichtet.

 

Willi Schwarz Dorfschreiber    

 



Eingetragen von PeterWoitsch | Aufrufe: 337
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