Die
Zeit der Feiertage geht zunächst mal zu Ende; doch gilt es Perspektiven zu
schaffen, denn genau auf den Tag, wird, ja so kann man sagen, das Gotteshaus
der Katholischen Kirchengemeinde St.Martha Engenhahn
. 118 Jahre . Wie
heute, war damals auch ein Sonntag. Also ist Feiertagsstimmung zum Geburtstag
angesagt. Nehmen wir unser Kleinod so richtig war? Gibt es Chancen in der
Krise? Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude braucht Hilfe, finanzielle
Hilfe für die Substanzerhaltung. Es sollte ein flammendes Experiment, am
Wahltag zum Europaparlament, aus der Gemeinschaft des Bergdorfes hervorgehen!
Sowie
im Jahre 1891 ein zunächst Außenstehender Kaplan Schilo die Initiative
startete, für den Bau der Kapelle. Überall sammelte er Spenden, diese kamen aus
allen deutschen Landen, insbesondere aus dem Rheinland, Westfalen, Schlesien,
Ost - und Westpreußen, es kamen russische Rubel, amerikanische Dollars, sogar
eine Spende aus Alexandrien und nicht zuletzt aus ganz Europ
a. So konnte damals diese Stätte der Begegnung der
Menschen in Gott, seinem Wort und seinen Sakramenten geschaffen werden.
Von
Idstein aus begaben sich die Priester hier in das schön gelegene
Bergdorf
Engenhahn, wo nach der Weihe der Kapelle ein Hochamt unter der Teilnahme der
ganzen Bevölkerung, von Dekan Wolf, Camberg, zelebriert wurde. - Der Tag wurde
im ganzen Dorf festlich begangen, so steht es in der Kirchenchronik in Idstein:
Seite 44 und 45
Pfarrer
Schilo hatte die Kapelle persönlich auf den von ihm erworbenen Grund und Boden
(Eigentum) gebaut. Etwas eigenartig, aber Geschichte. Es stellte sich nun die
Frage, wie das Eigentum für die Zukunft sicher zu stellen sei, da Engenhahn
keine eigene kirch- liche Gemeinde (Rechtssubjekt) bildete und Schritte in dieser
Beziehung bei der kirchlichen Behörde keine Aussicht auf Erfolg hatten, so
blieb nur die Überschreibung auf die Pfarrgemeinde Idstein übrig. Der
Kirchenvorstand erklärte sich bereit, die Kapelle zu übernehmen, ihr den
Rechtsschutz zu gewähren, jedoch müsse die Gemeinde Engenhahn, d.h. die
dortigen Katholiken die Unterhaltungskosten selbst tragen. Auch erklärte der
Kirchenvorstand, keine Schwierigkeit erheben zu wollen, wenn im Laufe der Zeit
die bischöfliche Behörde, die Übertragung der Kapelle auf ein anderes
Rechtssubjekt verfügen wolle. Die Engenhahner verstanden die Sachlage (Fehlen
eines Rechtssubjektes in Engenhahn) nicht und wollten von der Überschreibung
auf die Pfarrei Idstein nichts wissen. Da jedoch ein anderer Ausweg nicht fand,
so wartete der Pfarrer Schilo die Beruhigung der Gemeinde ab, leitete später
die Sache ein und so erfolgte die Übertragung auf die Pfarrgemeinde Idstein
durch Akt von 30sten November 1894,
also drei Jahre später nach dem Bau der
Kapelle, in Form eines Vertrages der betreffenden Gründstücke. Somit war
nun alles glücklich geregelt! Regelmäßige Gottesdienste wurden in Engenhahn
erst ab 1918 gehalten. Bis dahin mussten die Engenhahner Katholiken an Sonn-
und Feiertagen den Weg zur Idsteiner Pfarrkirche machen. Am 01.April 1922 wurde
dann formal die Kapellengemeinde St.Martha Engenhahn errichtet.